Un/Sichtbarmachung von Körpern und Grenzen in medialen Fluchtdiskursen

Dienstag, 04.12.2018, 18.15 Uhr, Institut für Deutsche Philologie (Rubenowstr. 3), Hörsaal

 

Tanja Maier (Bremen): Un/Sichtbarmachung von Körpern und Grenzen in medialen Fluchtdiskursen

Die öffentliche Sichtbarkeit von Geflüchteten, von Fluchtbewegungen und von Grenzen ist offensichtlich über visuelle Medien vermittelt. Der Vortrag diskutiert visuelle Praktiken und Politiken der Sichtbarmachung von Körpern und Grenzen in aktuellen Mediendiskursen über Flucht und Migration. Im Vortrag wird zunächst das ästhetische und politische Konzept der Sichtbarkeit vorgestellt, dem in der Medienforschung als auch in den Gender und Queer Studies eine wichtige Bedeutung zukommt. Die Politiken der medialen Sichtbarmachung von Körpern, Grenzen und Fluchterfahrungen werden daran anschließend anhand von unterschiedlichem Bildmaterial diskutiert: der journalistischen Berichterstattung von deutschen Printmedien und Dokumentarfilmen, die auf Handyaufnahmen von Geflüchteten beruhen. Zentral ist die Frage, wie durch visuelle Praktiken spezifische Sichtweisen auf Flucht erzeugt werden, die wiederum mit Zuschreibungen von Geschlecht, Sexualität, Ethnizität und Religion verbunden sind.

 

Tanja Maier ist Vertretungsprofessorin für Kommunikations- und Medienwissenschaft mit dem Schwerpunkt vergleichende Kulturanalyse am Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI) sowie am Institut für historische Publizistik-, Kommunikations- und Medienwissenschaft (IPKM) der Universität Bremen. Aktuelle Forschungsschwerpunkte: Gender Media Studies, Cultural Studies, visuelle Kultur und Kommunikation und digitale Medien.