Seminare und Vorträge im SS 2012

Einführung in die Gender Studies (SoSe 2012)

Einführung in die Gender Studies anhand der Auseinandersetzung mit den Zusammenhängen von Gender, Nationalsozialismus und Familiengedächnis

Das deutsche Familiengedächnis zeichnet(e) sich über Jahrzehnte durch Verschweigungs- und Verdrängungstechniken aus. Auf west- wie ostdeutscher Seite waren verschiedene vergangenheitspolitische Schuldabweisungen wirksam, die sich auch in den Familiengeschichten widerspiegeln. Die Rolle, die Geschlecht bei der Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in Deutschland spielte und spielt, scheint vorerst auf der Hand zu liegen: Jeder und jede ist als Sohn, Tochter, Mutter, Schwester, Bruder auch geschlechtlich in einem familiären Geflecht situiert. Doch erst durch die gendertheoretische Auseinandersetzung werden Mechanismen u.a. der Schuldabwehr deutlich. 

Dieses Seminar richtet sich an BA-Studierende und ist als Blockveranstaltung konzipiert. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine gründliche Vor- und Nachbereitung der Sitzungen, die aktive Beteiligung an Gruppenarbeit sowie die Übernahme eines Referats inklusive der eigenständigen Gestaltung einer Sitzung.

Anmeldungen:

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Im Falle von mehr Anmeldungen als Plätzen wird die Teilnahme unter den laut Prüfungsordnung dazu berechtigten Studierenden ausgelost. Studierende ab dem 5. Fachsemester, die im letzten Jahr abgelehnt wurden, schicken bitte den Ablehnungsvermerk mit. Anmeldungen unter Angabe der Studienrichtung und des Fachsemesters sind bis zum 01.04.2012 bitte zu richten an: izentrum(at)uni-greifswald(dot)de.

 

Schwerpunkt: Kulturwissenschaft

Leitung: Konstanze Hanitzsch

Seminar: 4 LP

Workload: 120 Stunden