Jewish Gender Trouble

EXTERNE VERANSTALTUNG

Die Gender Trouble AG lädt herzlich zum hochschulöffentlichen Vortrag ein:

Welche geschlechtlich codierten Vorstellungen von ‚Jüdischsein‘ werden in unterschiedlichen Medienkonstellationen hergestellt und verhandelt? Aus der interdisziplinären Perspektive der Jewish Visual Culture Studies widmet sich die Referentin dieser grundlegenden Frage anhand zeitgenössischer Inszenierungen kultureller jüdischer Identitäten in populären Bildmedien, wie etwa der US-amerikanischen Erfolgsserie TRANSPARENT (2014-2019). Einen besonderen Fokus auf die vielschichtige Verbindung zwischen Jewishness und Queerness legend, die spätestens im 19. Jh. in der weit verbreiteten Vorstellung einer durch Jüd_innen verkörperten transgressiven Sexualität ihren Ausdruck findet, wird dieser Vergeschlechtlichung des ‚Jüdischen‘ nachgegangen und verdeutlicht, wie ‚Jüdischsein’ in medialen Artefakten nicht nur als ‚Anderssein’ – im Sinne ‚jüdischer Differenz‘– sondern auch als Form der normabweichenden Queerness inszeniert und problematisiert wird.

Dr. Véronique Sina arbeitet und forscht als Postdoc im Bereich Filmwissenschaft/Mediendramaturgie am Institut für Film-, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Derzeit verfolgt sie ein Habilitationsprojekt zur diskursiven Konstruktion geschlechtlich codierter kultureller jüdischer Identität(en) in audiovisuellen Medien. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen: Gender und Queer Studies, Visual Studies, Medienästhetik, Holocaust Studies, Jewish Cultural Studies, Comic-, Intersektionalitäts- und Intermedialitätsforschung.

Der Vortrag findet online via Big Blue Button im Moodle Kurs der Gender Trouble AG statt!
(Link: https://moodle.uni-greifswald.de/course/view.php?id=8955)

Bei Fragen: asta_ag-gender@uni-greifswald.de
Instagram: @gendertroubleag