Notha mulier. Sprechen über Attis in Catulls carmen 63

Catull erzählt von einem jungen Griechen, der in den Bann der phrygischen Göttin Kybele gerät. Diese versetzt ihre Anhänger in Ekstase, worauf sie sich selbst kastrieren. Nachdem Attis diesen Schritt vollzogen hat, versieht Catull die Figur wechselweise mit maskulinen und femininen Pronomen, und das so irrlichternd, dass sich Textkritik und Übersetzungen intensiv daran abgearbeitet haben. Was ist die notha mulier Attis, die ‘falsche Frau’? Und wie spricht man über diese Figur? Gerade vor dem Hintergrund aktueller Debatten über fluide Geschlechtsidentitäten tun sich neue Erkenntnisse über das Gedicht und seine Geschichte auf.

 

Ort: Ernst-Lohmeyer-Platz 6, Hörsaal 1

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