PopFeminismus. Eine Einführung

 

Dr.in habil. Heide Volkening und Prof.in Dr.in Katrin Horn (beide Universität Greifswald)

 

Die kontroversen Diskussionen um Greta Gerwigs Blockbuster Barbie im letzten Jahr schienen das Hollywoodkino als prominenten Diskursort für zeitgenössischen Feminismus zu feiern und gleichzeitig die Unmöglichkeit der Reflektion feministischer Politik in kommerziellen Kontexten zu behaupten. Dabei war Barbie zwar ungewöhnlich präsent in der öffentlichen Diskussion um Feminismus und Pop, reihte sich ansonsten aber – wie dieser Vortrag zeigen wird – in durchaus bekannte Argumentationsketten ein. Denn Fragen danach, welchen (politischen) Wert Popkultur für Feminismus und welchen (finanziellen) Wert Feminismus umgekehrt für Popkultur hat, prägten zuvor bereits so unterschiedliche mediale Ereignisse wie den Auftritt von Beyoncé vor dem Leuchtschriftzug „Feminist,“ die Platzierung der Comicfigur Wonder Woman auf der ersten Ausgabe der feministischen Zeitschrift Ms Magazine oder die Inszenierung von cringe feminism in der BBC-Serie Fleabag.

Um die Relevanz der Debatte und die Vielfältigkeit der Zugänge aufzuzeigen, bieten Heide Volkening und Katrin Horn einführenden Überblick über unterschiedliche Theorien zur Verbindung von Popkultur und Feminismus. Dabei wird adressiert wodurch sich, beispielsweise, eine postfeminisische Medienlandschaft auszeichnet und warum deren Fokussierung auf empowerment durchaus problematisch zu sehen ist; welche Rolle celebrity feminism im öffentlichen Raum spielt im Unterschied zu Feminist*innen, die selbst zu celebrities wurden; und wie feministische Inhalte Eingang in Popkultur und deren Kritik fanden und finden. Der Vortrag rahmt somit die weiteren Vorträge der Ringvorlesung über eine erste definitorische Annäherung an den vielfältigen Begriff des Popfeminismus.

 

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