Aktuelles

Film und Zeitzeuginnengespräch: "Warum wir so gefährlich waren"

Der Verein "Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern e.V." lädt ein zur Vorführung des Films: "Warum wir so gefährlich waren. Geschichten eines inoffiziellen Gedenkens." Dokumentarfilm (50 Minuten), 2006, von Songül Bitiş, Samira Mahmud, Colin Müller und Marie Schlingmann

Im Film erzählen vier Frauen von den zahlreichen Versuchen der Ostberliner Gruppe Lesben in der Kirche (LiK), von 1984-1986 an den Gedenkveranstaltungen im ehemaligen Frauenkonzentrationslager in Ravensbrück teilzunehmen. Die Lesbengruppe widmete sich dem Anliegen, das Schicksal von im NS verfolgten lesbischen Frauen sichtbar zu machen und ihnen öffentlich zu gedenken. Der DDR-Staat reagierte mit Repression. Die Protagonistinnen berichten von den Ereignissen rund um die Gedenkveranstaltungen und kommen auf die damaligen Ziele und politischen Motivationen der Gruppe zu sprechen. Dabei sprechen sie auch darüber, wie es war, in der DDR als Lesbe aufzuwachsen und wie sie gegen Diskriminierung und Unsichtbarmachung vorgingen.

Im Anschluss wird es ein Zeitzeuginnengespräch mit Bettina Dziggel geben, Mitgründerin des Homosexuellen Arbeitskreises Berlin/Lesben in der Kirche.

Rezension zum Sammelband "Gender im Fokus historischer Perspektiven. «Besonders tüchtig erscheint die holde Weiblichkeit.»"

Katharina Eger hat den Sammelband "Gender im Fokus historischer Perspektiven. «Besonders tüchtig erscheint die holde Weiblichkeit.»" auf H-Soz-Kult rezensiert. In dem von Gabriele Förster 2016 herausgebenen Werk finden sich Beiträge der "Gender im Fokus"-Kolloquien, die das IZfG in den Jahren 2014 und 2015 veranstaltet hat und auf denen Wissenschaftler_innen verschiedener Disziplinen Vorträge zu Themen der Geschlechterforschung gehalten haben.

Nachzulesen ist die Rezension unter folgendem Link: www.hsozkult.de/searching/id/rezbuecher-27686

Vortrag zum Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung

Die Bundesregierung legt einmal in jeder Legislatur­per­i­­ode einen Bericht zur Gleichstellung von Männern und Frauen vor. Entsprechend beauftragte im April 2015 die damalige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, eine interdisziplinäre Kommission mit der Erstellung eines Gutachtens zum Zweiten Gleichstellungsbericht, der schließlich im vergangenen Jahr erschienen ist. Eva Blome war Mitglied dieser Sachverständigenkommission und stellt in ihrem Vortrag zentrale Aspekte und Handlungsempfehlungen des Gutachtens vor.

Referentin: JProf. Dr. Eva Blome

Moderation: Dr. habil. Heide Volkening

Ort: Alfried Krupp Wissenschaftskolleg

Zeit: 18:15

Vortrag "Der digitale Geist. Judith Hermanns 'Aller Liebe Anfang'"

Ein Haus in der Vorstadt, eine Familie – das ist die Ausgangssituation in Judith Hermanns 2014
erschienenem Roman „Aller Liebe Anfang“, in die das Begehren eines Fremden bricht. Sorgearbeit,
Kleinfamilienalltag, Liebe und Briefkommunikation im digitalen Zeitalter – das sind die
Themen, die der Roman konstelliert. In einem Vortrag im Rahmen des Seminars "Formen der Arbeit - Formen der Literatur (nach 2000)" widmet sich Lilla Balint (Hamilton College, NY) der abwesenden Anwesenheit des Digitalen in einem Roman, in dem die Medialität der Gegenwart unsichtbar präsent ist.

Referentin: Lilla Balint

Moderation: Dr. habil. Heide Volkening

Ort: Institut für Deutsche Philologie/ Rubenowstraße 3/ Seminarraum 2.10

Zeit: 12-14 Uhr

 

 

Workshop "Die Regierung der Prekären"

In der aktuellen Debatte um die politischen Dimensionen prekärer Arbeitsverhältnisse (Robert Castell) und Formen prekären Lebens (Judith Butler) hat Isabell Lorey mit ihrer 2015 ersschienen Studie "Die Regierung der Prekären" einen neuen theoretischen Zugang formuliert.

Lorey legt den Fokus ihrer Untersuchung auf die Handlungsmacht der Prekären und fragt, welche Folgen sich für unser Politikverständnis ergeben, wenn wir prekär zu sein nicht (allein) als negativen Zustand der Beraubung von Sicherheit, sondern als Bedingtheit menschlichen Lebens verstehen. Der Workshop wird anhand ausgewählter Passagen aus "Die Regierung der Prekären" sowohl Ansätze einer neuen Theorie der Prekarisierung diskutieren als auch aktuelle politische Praktiken des Umgangs mit dem Prekärsein vorstellen.

Der Workshop findet von 14-16 Uhr im Seminarraum (Erdgeschoss) des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs statt. Um Anmeldung wird unter izentrum(at)uni-greifswald(dot)de gebeten.

Ein öffentlicher Abendvortrag von Isabell Lorey zum Thema "Präkarisierung und (queere) Schulden" findet um 18:30 Uhr im Konferenzraum des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs statt.

Moderation: Dr. habil. Heide Volkening

Das neue Kommentierte Vorlesungsverzeichnis des IZfG ist da!

Die Lehrveranstaltungen von Frau Prof. Dr. Rothkoegel am Institut für Slawistik fangen erst am 23.10. an. Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an das Institut für Slawistik.

Hier geht es zum Link des zweiten Gleichstellungsberichts der Bundesregierung

IZfG Veranstaltung "Gender Studies. Perspektiven - Ziele - Kritik" bei DRadio Wissen

Für alle, die im letzten Sommersemster nicht in Greifswald bei der IZfG Veranstaltung im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald "Gender Studies. Perspektiven - Ziele - Kritik" dabei sein konnten. Die Grundsatzdiskussion zum Thema "Wozu Gender Studies" zwischen Stefan Hirschauer und Sabine Grenz, moderiert von Hedwig Richter, Peter C. Pohl und Christian Suhm, gibt es für alle am 11.02.2017 um 18.05 Uhr bei DRadio "Wissen" im Hörsaal zum Nachhören.

Um die gewachsene Diskussion historisch zu untermauern und zu vertiefen, wird der Vortrag von Prof. Karin Hausen "Geschichte, Geschlecht, Gender", der zwei Tage zuvor ebenfalls im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald zu erleben war, online von DRadio Wissen zur Verfügung gestellt werden.

Danach stehen die Beiträge unter dradiowissen.de/hoersaal online zur Verfügung.