Aus dem Gewächshaus Dada. Vegetabiles von Til Brugman und Hannah Höch

Die Liebesbeziehung zwischen der Dada-Künstlerin Hannah Höch (1889–1978) und der Autorin Til Brugman (1888–1958) treibt im buchstäblichen Sinne in Atelier und Wintergarten, auf Balkon und Dachterrasse, aber zuvorderst auch bildkünstlerisch und sprachlich so anmutige und erlesen wie skurrile und groteske Blüten. „Auch die Pflanzen stehen fabelhaft“, weiß Brugman am 19. September 1931 zu berichten: „Die weisse Quastenblüte ist Höhepunkt jetzt, die Nelke aus Dresden, glaube ich, blüht und ein kleiner Steckling der Blattkakteen hat ein winziges Blütchen - Der Garten (dein Garten, verzeih!) hat viele schöne Orchidee-artige Begonien, unmengen Afrikaantjes (ich schnitt Lu etwas davon ab) Tabakblumen und entarteten Dahlien. Der Dachgarten trägt fabelhafte neue Geranien […] und Fuchsien (sehr viele!)“.

Ausgehend von der noch unveröffentlichten Korrespondenz im Deutschen Kunstarchiv am Germanischen Nationalmuseum Nürnberg gibt der Vortrag Einblick in Leben und Werk der beiden Frauen unter Berücksichtigung gesellschaftspolitischer Implikationen sowie künstlerischer Allianzen und Mesalliancen zur Zeit der Weimarer Republik. 

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AFTER HOURS – nach Büroschluss öffnet das IZfG seine Türen für die beliebte Veranstaltungsreihe. Prominente und nicht-prominente Kulturschaffende, verschiedenste gesellschaftliche Funktionsträger und ehrenamtlich engagierte Akteur*innen werden in loser Folge eingeladen, um ihre Arbeit zu präsentieren und darüber ins Gespräch zu kommen. Auf diese Weise soll für Studierende und eine interessierte Öffentlichkeit sichtbar werden, wie vielfältig sich die Verbindungen zwischen Geschlechterforschung und verschiedensten Praxisfeldern gestalten.

Wir freuen uns auf regen Besuch und unterhaltsame Stunden nach Feierabend!

Hier gehts zu den letzten AFTER HOURS.